Krüllkuchen ‒ ostfriesische Neujahrskuchen

Glückelk Neejohr ‒ sünd de Koken all klor?


Krüllkuchen oder auch Krüllkoken, auch Neujahrskuchen oder Neejahrskoken, manchmal auch Rullerkes, das alles, auch in anderen Schreibweisen, sind Begriffe für eine ostfriesische Leckerei, die typischerweise zu Silvester oder Neujahr gebacken und verschenkt oder gemeinsam verzehrt wird. Dabei handelt es sich um ganz dünne, knusprige Waffeln, die im Zubereitungsprozess aufgerollt werden. Manchmal mit Sahne gefüllt werden sie dann dem Neujahrsbesuch zum Tee serviert.

Für diese ganz besonderen Waffeln benötigt man ein extra Waffeleisen, damit der Teig ganz dünn wird und dann schnell aufgerollt werden kann. Ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht es dann auch noch, für unliebsame missglückte Röllchen finden sich aber meistens ebenfalls dankbare Abnehmer...

Ein solches Krüllkucheneisen habe ich von meiner Mama bekommen. Sie ist gerade mitten in einem Umzug und muss stark aussortieren. So darf ich mich über viele neue Kochbücher und weitere Küchenutensilien freuen. Das Rezept für ihre Krüllkuchen hat sie mir direkt mitgegeben. So ein Glück!


Für rund 50 Krüllkuchen braucht man:

250 g Kluntje (Kandis)
750 ml kochendheißes Wasser
200 g Butter
500 g Mehl
2 Eier

eine Prise Salz
1 gehäufter TL Anis

Zubereitung:

Den Kluntje im heißen Wasser auflösen. Die Butter schmelzen. Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit der geschmolzenen Butter, den Eiern und dem Kluntjewasser zu einem flüssigen Teig verrühren. Eine Prise Salz und den Anis zugeben.

Das Krüllkucheneisen aufheizen und dann löffelweise den Teig ausbacken. Dabei die Krüllkuchen nicht zu dunkel werden lassen. Die einzelnen Krüllkuchen mit einer Gabel vom Eisen nehmen und dann schnell aufdrehen. Das geht gut um den Stil eines Holzlöffels. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, gegen Wegknusperer verteidigen und in einer verräterisch quietschenden luftdichten Keksdose aufbewahren.

Bei Gelegenheit dann mit einem Tässchen Ostfriesentee servieren.



Ein frohes neues Jahr 2018!

Eure


2 Kommentare:

  1. Liebe Marie-Louise,
    Kandis hätte ich noch genügend zu Hause.
    Leider fehlt mir dieses Waffeleisen um die Waffel nachzumachen. :'(
    Liebe Grüße Marie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Marie,

      danke für Deinen Besuch bei mir auf dem Blog. Ja, ich hatte auch noch so einen alten Kandis-Vorrat, den ich mal minimieren konnte. Ich wusste bis vor kurzer Zeit nicht einmal von der Existenz solcher Waffeleisen...aber man lernt ja nie aus!

      Alles Liebe!

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