Brick Lane Curry

“If any dish deserves to be called global, it is curry. From Newfoundland to the Antarctic, from Beijing to Warsaw, there is scarcely a place where curries are not enjoyed.”
– Colleen Taylor Sen



{Das Rezept stammt aus dem Buch Made in London von Leah Hyslop, S. 170. Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.}

An meinem Geburtstag 2016 sind mein Mann und ich über die Brick Lane spaziert. Morgens hatten wir in einem Pub am Earl's Court gefrühstückt und waren anschließend im Museum of the Home. Die Brick Lane entdeckten wir auf dem Rückweg eher zufällig. Streetfood, Musik, Kunst – das alles hat uns sofort in seinen Bann gezogen. Erst am Vortag waren wir auf der malerischen Portobello Road gewesen – ein absoluter Gegensatz zur Brick Lane. Das ist eine der Sachen, die ich an London so mag: Die vielen Gegensätze, die Vielfalt.


Ich habe auf der Brick Lane kein Curry probiert. Jahre zuvor hatte ich in Camden auf dem Markt ein Curry, an das ich mich aber kaum noch erinnern kann. Die Lust, Leah Hyslops Rezept auszuprobieren, war sofort da.


Zutaten:

3 EL Ghee oder Butter
2 kleine Zwiebeln, geschät und in Scheiben geschnitten
6 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
*2 grüne Chilischoten, grob gehackt
4 EL Wasser (ggf. mehr)

1 EL mildes Chilipulver
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Bockshornklee
1/2 TL gemahlener Kurkuma
1/2 TL gemahlener Pfeffer

4 Rispentomaten, ca. 400 g, gehackt
1 EL Tomatenmark
1 EL Honig (ggf. etwas mehr)
1/2 TL Salz

800 g Hühnerbrustfilet, in Würfel geschnitten
150 ml Brühe
60 g Crème fraîche oder Sahne
Saft 1/2 Zitrone
1 TL Garam Masala

optional frischen Koriander


Zu den Zutaten:

Ja, Curry ganz selbst zu machen, das ist etwas aufwändiger und das spiegelt sich auch in den Zutaten wider. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um mein Gewürzregal aufzustocken und finde, dass es sich lohnt. Die meisten Gewürze bekommt man im normalen Handel oder auf Gewürzständen auf Märkten. Bockshornkleesaat ist vielleicht etwas spezieller, die habe ich im Asia-Markt gekauft. Garam Masala habe ich schon seit langer Zeit im Standard-Repertoire und finde, dass es eine wunderbare Mischung ist, die man immer wieder verwenden kann. Ich denke aber, dass sie hier gar nicht wirklich nötig ist, da sie nur zum Abschmecken verwendet wird – und das Curry ist ohne schon wunderbar.

Viele meiner Gewürze, wie Kreuzkümmel, Koriander und Bockshornklee, habe ich als ganze Gewürze, ungemahlen, und mörsere sie dann frisch. Das ist etwas mehr Aufwand, der Geschmack kommt aber sehr viel intensiver durch.


Etwas unpräzise fand ich die Angabe mit der grünen Chilischote – schließlich gibt es da viele verschiedene Sorten und Schärfegrade. Ich würde raten: Tastet Euch lieber vorsichtig an. Ich habe welche im Supermarkt gekauft, die waren mittelscharf, davon habe ich aber auch nur eine verwendet. Ich schärfe dann lieber noch einmal am Ende mit etwas Chili nach.

Zubereitung:

Ghee oder Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln darin dünsten. Knoblauch und Ingwer zugeben, kurz mitdünsten. Alles gemeinsam mit den Chilischoten und dem Wasser im Mixer zu einer dicken Paste mixen. [Ich hatte hier das Problem, dass für meinen Mixer die Menge zu gering war und der Mixprozess nicht so gut klappte. Ich habe daher mehr Wasser zugegeben – das verkocht ja später wieder].

Die gemahlenen Gewürze in einen separaten kleinen Topf geben und anrösten. Die Zwiebelpaste, die gehackten Tomaten, das Tomatenmark, Honig, Salz, Hühnchen und Brühe zugeben. Alles zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und ohne Deckel 20 Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

Crème Fraîche, Zitronensaft und Garam Masala unterrühren, ggf. mit Honig und weiteren Gewürzen abschmecken. Optional mit Koriander bestreuen und servieren. Dazu passt Reis oder Naan-Brot.


Das Ergebnis:

Es war großartig! Das Curry war wunderbar sämig, fruchtig, würzig. Pikant, aber nicht zu scharf. Das Naan-Brot dazu war eine gute Entscheidung und macht mir viel mehr Freude als Reis. Die Menge ist für vier Personen angegeben und mit ordentlicher Beilage (wer kann schon frischem Naan-Brot widerstehen?) war das zutreffend. Das Hühnchen wird schön saftig, da es direkt in der Sauce gegart wird.

Bei uns wird es das Curry definitiv wieder geben!

Seid ihr Curry-Fans?

Lasst es Euch gut gehen!
Eure


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