Chelsea Buns

“Before me appeared the shops so famed for Chelsea buns, which, for above thirty years, I have never passed without filling my pockets.” — Sir Richard Phillips

Die Geschichte der Chelsea Buns reicht zurück bis ins 18. Jahrhundert – und trotzdem hatte ich noch nie von ihnen gehört. Dabei sind sie perfekt für mich! Zimtschnecken sind generell ja schon einmal großartig. Und Rosinenbrötchen liebe ich ebenfalls seit frühster Kindheit (hab ich beim Rosinenstuten schon mal erzählt, vielleicht erinnert ihr Euch). Wer jetzt denkt, dass es sich bei Chelsea Buns also nur um Zimtschnecken mit Rosinen handelt, dem versichere ich: Nein. Chelsea Buns sind so viel mehr! Ich weiß nicht, wie ich 29,25 Jahre ohne das Wissen um diese Köstlichkeit leben konnte. Verzeiht mir daher Rechtschreibfehler, ich tippe und esse gerade gleichzeitig, ich habe was aufzuholen. 

 

Wie alle guten Zimtschnecken sind auch Chelsea Buns außen knusprig und werden, je weiter man nach innen kommt, immer fluffiger, der Kern innen ist fast schon cremig-weich. Der Teig ist leicht zitronig. Ich konnte mir das vorher nicht so gut vorstellen, weil es einer der größten Unterschiede zu nordischen Zimtschnecken ist. Aber es ist himmlisch! Dazu die Gewürze! Neben Zimt kommt eine Gewürzmischung in Teig und Füllung, die aus Koriander, Piment, Muskatnuss, Ingwer und Nelke besteht. Dazu dann Rosinen und eine Glasur, die je nach Wunsch mit Wasser oder Zitronensaft angerührt wird. Ich habe mich für Zitronensaft entschieden, was den Buns noch einmal eine fruchtigere Note gibt.


{Das Rezept stammt aus dem Buch Made in London von Leah Hyslop, S. 40. Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.}

Zutaten für 9 große Buns


für den Teig:

60 g Butter
270 ml Milch
500 g Weizenmehl + mehr für die Arbeitsfläche
3 EL Zucker
1 TL Salz
7 g Trockenhefe (oder entsprechend 1/2 Würfel frische)
1 Ei
1 TL Mixed Spices (Gewürzmischung aus Koriander, Zimt, Piment, Muskatnuss, Ingwer und Nelke)
Schale einer Zitrone
etwas Öl für die Schüssel

für die Füllung:

30 g weiche Butter
60 g brauner Zucker
1 TL gemahlener Zimt
1 TL Mixed Spices (s. o.)
200 g Rosinen

für die Glasur:

100 g Puderzucker
2–3 EL Zitronensaft oder Wasser

Zu den Zutaten:

Beim Mehl kann man natürlich flexibel sein, ich habe Dinkelmehl verwendet. Die Mixed Spices-Mischung kann man sicher kaufen, ich habe aber nur eine asiatische 5-Spices-Mischung (die eher herzhaft anmutet) und Garam Masala, was wiederum in eine andere Richtung geht. Darum habe ich selbst die Mischung angesetzt, mit je einer Messerspitze gemahlenen Koriander, Zimt, Muskatnuss und Ingwer, einem Pimentkorn und einer Nelke (da bin ich immer vorsichtig!). Alle anderen Zutaten hatten wir im Haus, das Rezept habe ich nämlich spontan gebacken. Ich habe frische Hefe verwendet, weil ich das Glück hatte, welche zu ergattern, die zudem sehr triebstark war.

Zubereitung:

Für den Teig Mehl mit Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Butter und Milch erwärmen – lauwarm, nicht heiß. Zusammen mit der Hefe zum Mehl geben, Ei, Gewürze und Zitronenschale zugeben und alles zu einem weichen Teig verkneten. In eine leicht geölte Schüssel abgedeckt eine Stunde gehen lassen – der Teig sollte sich verdoppeln.


Anschließend noch einmal durchkneten und auf einer bemehlten Fläche zum Rechteck ausrollen (30 * 20 cm). Mit der weichen Butter bestreichen, mit dem braunen Zucker und den Gewürzen bestreuen und die Rosinen darauf verteilen.


Dann von der langen Seite fest aufrollen, den Rand mit etwas Wasser bestreichen und fest andrücken. Mit einem scharfen Messer in 9 Scheiben schneiden.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.



Den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und die Chelsea Buns 20–30 Minuten backen. Sie sollten gut aufgegangen und gebräunt sein, eventuell für die letztn 10 Minuten mit Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel werden.


Für die Glasur den Puderzucker mit Zitronensaft oder Wasser glattrühren – die Glasur sollte eher dick sein. Die Buns mit der Glasur beträufeln und genießen!


Ergebnis:

Ich habe es ja oben schon vorweggenommen. Unglaublich gut! Das Rezept lässt sich problemlos umsetzen, passt perfekt in einen Sonntagvormittag und man wird dann mit warmen Buns belohnt. Perfekt zum Kaffee oder Tee!


Lasst es Euch gut gehen!

Eure








2 Kommentare:

  1. Einfach köstlich!! Danke an die liebste Schwiegertochter für den Corona-Lieferservice

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    1. Das freut mich riesig, anonyme Schwiegermutter! ♡

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