Rote Bete-Brot mit Feta und Gewürzen

“Just try new things. Don’t be afraid. Step out of your comfort zones and soar, all right?”
‒ Michelle Obama 

Dass dieses Jahr ein besonderes Jahr werden würde, das mir früh klar. 2020 ‒ ein neues Jahrzehnt, der lang ersehnte Abschluss meines Studiums und die große, riesige Frage, was danach kommt. Im März habe ich dann, relativ spontan und noch ohne Abschluss, mein wissenschaftliches Volontariat begonnen. Zeitgleich hat die Corona-Krise sich deutlich bemerkbar gemacht und den Alltag erheblich verändert. Bald ist das erste halbe Jahr meines Volontariats um und damit bereits das erste Viertel. Der Plan, meine Masterarbeit nebenbei zu schreiben, war ... tollkühn? Irrsinnig? So habe ich erst im Juli, in der Zeit, in der wir eigentlich in Norwegen gewesen wären, all meine Energie gebündelt und die Masterarbeit fertiggestellt. Vor drei Wochen habe ich die Arbeit abgegeben und damit einen Meilenstein für mich erreicht. 

Nach wie vor ‒ und mehr denn je ‒ bin ich gespannt, was die Zukunft bringt und wie sich alles entwickelt. Dieses Jahr ist für uns alle so anders, als erwartet. Mir fehlt die Normalität. Das unbeschwerte Zusammensein mit lieben Menschen, die Möglichkeit, zu reisen und Dinge zu erleben, im Café oder Restaurant zu sitzen. Die ganzen Einschränkungen, der emotionale Stress, momentan auch die Hitze ‒ das alles lähmt mich derzeit oft. Trotzdem versuche ich, das beste draus zu machen und den Optimismus zu bewahren. Neue Wege zu finden und zu gehen. 
 
Wenn man sich auf eine Sache arg fokussiert ‒ wie ich auf die Masterarbeit ‒ dann fallen einem natürlich tausend Dinge ein, die man eigentlich gerade lieber tun würde. Sowas sollte man aufschreiben und dann auch wirklich nach und nach abarbeiten! Ein Buch lesen, das nicht mit dem Studium zu tun hat oder Ein neues Rezept ausprobieren. So habe ich mir nach der Abgabe der Masterarbeit Yotam Ottolenghis Buch Simple gekauft. Denn nach wie vor habe ich eine 41-Stunden-Woche und im Alltag nicht so viel Zeit und oft auch keine Lust mehr, lange in der Küche zu stehen. 

Das erste Rezept, was ich ausprobiert habe, ist sehr ungewöhnlich für mich. Denn es gibt zwei Dinge, die ich nicht esse: Ananas und rote Bete. Und trotzdem fiel die Wahl auf das Rote Bete-Brot. Ich kann gar nicht genau sagen warum, aber die Vorstellung, Beschreibung und Zutaten gefielen mir und das erdige, was ich normalerweise an roter Bete nicht mag, konnte ich mir im Brot gut vorstellen.
 
 
Ein bisschen habe ich das Rezept dann an meine Vorräte angepasst. Statt Kürbiskernen nahm ich Sonnenblumenkerne, statt Kümmel eine Mischung aus Fenchelsaat und Kreuzkümmel, statt Ziegenkäse nahm ich Feta. Das Ergebnis ist ein wirklich ungewöhnliches Brot. Die rote Bete ist dabei nicht sehr dominant, gibt aber eine schöne Farbe, eine Saftigkeit und ganz leicht diese erdige Nuance. Gerade die Fenchelsaat hat sich für mich als Glücksgriff herausgestellt, das harmoniert für mich richtig gut.

 
Zutaten für eine kleine Kastenform (ca. 20 x 10 cm):
 
50 g Haferflocken
10 g Thymian
50 g Sonnenblumenkerne
1 TL Kümmel Fenchelsaat
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Schwarzkümmel
 
100 g Weizenmehl
100 g Vollkornmehl
2 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1 TL Salz
 
2 rohe rote Bete (ca. 200 g)

2 große Eier
80 ml Sonnenblumenöl
80 g Sour Cream
1 EL Honig
20 g Parmesan, frisch gerieben
 
120 g Feta

Zubereitung:

Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen.
 
Haferflocken, Thymian, Sonnenblumenkerne und Gewürze in einer kleinen Schale miteinander mischen.
 
In einer größeren Schale die beiden Mehlsorten mit Backpulver und Natron sowie 1 TL Salz mischen. 

Die rote Bete schälen und fein reiben und zur Mehlmischung geben. Außerdem die Haferflockenmischung zugeben, dabei aber 1 EL zurückbehalten.  Noch nicht vermischen und zur Seite stellen.

In einer weiteren Schüssel die Eier mit Öl, Sour Cream, Honig und Parmesan verquirlen. Diese flüssigen Zutaten über die Mehl-rote-Bete-Mischung geben und mit einem Küchenspatel unterheben, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Feta zerbröseln und behutsam unterheben.

Die Mischung in die vorbereitete Kastenform geben und mit dem Rest der Haferflockenmischung bestreuen. 40 Minuten backen, dann mit Alufolie abdecken und weitere 40 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und aus der Form heben, dann weiter auskühlen lassen.

Ich brauchte zu dem Brot nicht viel und habe es nur mit Butter bestrichen gegessen. Ich kann es mir aber auch mit Honig vorstellen, oder mit Käse ‒ und ihr?
 

Gebt auf Euch acht und habt es schön!

Eure









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