Fleischklöße mit Granatapfelglasur

“As well a becoming at ease with blending together flavours of my heritage and those of my Western upbringing, my thirst for knowledge and curiosity about the food and flavours of other regions and cultures of the world have also enriched my cooking so much.” 

‒ Sabrina Ghayour, Simply



Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir fällt die aktuelle Situation immer schwerer. Ich sehne mich nach dem Reisen, nach dem Erkunden, nach neuen Entdeckungen, neuen Aromen. Aber es hilft ja nichts, wir müssen das beste draus machen und in diesem Fall heißt das: die fremden Aromen in die eigene Küche und auf den eigenen Tisch zaubern. Dafür habe ich viele verschiedene Ideen, Kochbücher und Rezepte im Kopf und heute starte ich mit einem kleinen Ausflug in die persische Küche.

Es gibt Hackbällchen in einer süß-säuerlich-klebrigen Glasur. Doch nicht nur die Granatapfelmarinade ist außergewöhnlich, auch die Gewürzvielfalt entführt uns in die Ferne, mit Zimt, Kreuzkümmel und Koriander. Sobald sich der Duft durch die Wohnung zieht, wird jeder von der Vorfreude gepackt!
 
{Das Rezept stammt aus dem Buch Simply. Einfache Rezepte aus den Küchen Persiens von Sabrina Ghayour, S. 56. Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.}
 
Zutaten für 24‒28 Fleischbällchen
 
500 g Rinderhack
1 Zwiebel
1 kleines Bund Petersilie (30 g)
1 EL Knoblauchgranulat
1 TL gem. Kreuzkümmel
1 TL gem. Koriandersamen
1 TL gem. Zimt
1 TL Meersalzflocken
Pflanzenöl zum Braten
 
4 EL Granatapfelmelasse
2 EL klarer Honig

Zu den Zutaten:

Mein größtes Problem war die Granatapfelmelasse, die sich im normalen Supermarkt bei uns nicht finden lässt. Der türkische Supermarkt, bei dem ich hin und wieder gern einkaufe, ist am anderen Ende der Stadt und während des Lockdowns für mich zu weit weg. Mein Schwiegervater hatte aber einen Arzttermin in der Nähe und hat mir dankenswerterweise Granatapfelkonzentrat mitgebracht. Melasse ist als Zuckersirup aber natürlich sehr viel süßer, also habe ich mit dem Konzentrat, Zucker und Wasser versucht, die Granatapfelmelasse zu ersetzen.
 
Außerdem brachte er mich auch Hackfleisch mit, das halb Rind, halb Lamm war und hier sehr gut harmonierte. Nur Petersilie habe ich vergessen, auf die Wunschliste zu setzen und habe sie hier einfach weggelassen. Ansonsten gibt meine Gewürzschublade glücklicherweise alles her, was hier gebraucht wird.

Zubereitung:

Die Zwiebel in der Küchenmaschine hacken und ausgetretene Flüssigkeit abgießen oder per Hand sehr fein hacken. Petersilie fein hacken.

Hackfleisch mit der Zwiebel und den Gewürzen gut verkneten und zu 24‒28 Fleischbällchen formen. 
 
Eine große Pfanne erhitzen, das Öl hineingeben und die Fleischbällchen in mehreren Portionen unter Wenden rundherum braun braten. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller mit Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Pfanne mit dem Küchenpapier auswischen und bei mittlerer Temperatur Granatapfelmelasse und Honig darin zerlassen und glattrühren. Die Fleischbällchen zugeben und vorsichtig wenden, sodass sie von allen Seiten benetzt sind. Danft köcheln lassen, bis die Glasur andickt und klebrig ist, dann servieren.
 


Zur Zubereitung:

Alles ist problemlos zu verstehen. Für eine einzelne Zwiebel würde ich nie die Küchenmaschine bemühen, also hacke ich lieber mit der Hand. Das Auswischen der Pfanne nach dem Anbraten der Fleischbällchen (siehe Kursivierung oben) erschien mir schade. Ich habe also lediglich gebräunte Krümel entfernt und die Pfanne dann mit den Röstaromen weiter verwendet. So wurde die Glasur bei mir nicht so rötlich wie im Buch sondern sehr viel dunkler, dafür aber besonders aromatisch.

Das Ergebnis: 




Bei uns gab es die Hackbällchen mit Auberginenscheiben aus dem Ofen im Fladenbrot mit Knoblauchjoghurt. Die Hackbällchen selbst sind sehr fest und dicht (ich habe sie aber auch schwangerschaftsbedingt wirklich gut durchgegart) und bekommen durch die vielen Gewürze eine sehr besondere Note. Besonders Zimt mag ich zu Hackfleisch immer sehr gerne! 
Die Glasur war süß und klebrig, bei uns vermutlich aber auch etwas saurer als geplant, durch das Granatapfelkonzentrat.



Lasst es Euch gut gehen!
Eure










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