Lobster Roll

„Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren.“

 – Erich Fried


 
Bevor wir zu unserer Hochzeitsreise nach Cornwall aufbrachen, dachte ich, ich würde dort unfassbar viel Fisch und Meeresfrüchte essen. Ich träumte von kleinen Buden an Stränden oder in Gassen, die mir alles anbieten würde, was man dort so an der Angel haben könnte. Die Realtität, Mitte September, sah anders aus. Außerhalb von Pubs oder Restaurants gab es allenfalls mal einen Fish'n'Chips-Verkauf, mehr nicht. Trotzdem aßen wir natürlich gut und hatten in einer Hafenstadt sogar den ersten Hummer unseres Lebens. Was aber offen blieb, war Lobster Roll. Als ich nun die Gelegenheit hatte, einen tiefgekühlten Hummer zu kaufen, wusste ich: Das muss ich nun nachholen. 
 


Als Brötchen wollte ich fluffig-weiche Hot-Dog-Brioche-Buns haben, die ich dann opulent mit Hummer-Creme und Salat füllen wollte. Gesagt, getan. Das ganze ist natürlich aufwändig, aber so gut, dass man es zu besonderen Gelegenheiten durchaus mal wagen kann.

Zutaten für 6 Brioche-Hot-Dog-Buns:

180 ml Milch
30 g Zucker
40 g Butter
1/2 Packung Trockenhefe
350 g Mehl plus mehr zum Verarbeiten
1 ordentliche Prise Salz
1 Ei
ggf. Sesam zum Bestreuen
 
Zubereitung:
 
Milch, Zucker und Butter in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Temperatur erhitzen, sodass Butter und Zucker schmelzen bzw. sich auflösen. Es sollte nicht zu heiß werden! Ggf. wieder handwarm abkühlen lassen.
 
Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken und die Hefe zugeben. Die Milch-Butter-Mischung zugeben und alles zu einem Teig verrühren, dann verkneten.

Das Ei in eine Tasse oder ein Glas aufschlagen, gut verquirlen und die Hälfte zum Teig geben und unterkneten. Ggf. solange mehr Mehl zugeben, bis ein glatter, nicht zu klebriger Teig entsteht. Das restliche Ei abgedeckt zur Seite stellen, aber nicht in den Kühlschrank.

Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Temperatur (z. B. dem Ofen mit eingeschaltetem Licht) eine Stunde gehen lassen, bis der Teig deutlich gewachsen ist. Einmal durchkneten, in sechs Portionen teilen und zu Hot-Dog-Brötchen formen und diese auf einem mit Backpapier abgedeckten Backblech abgedeckt erneut rund 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Buns mit dem übrigen Ei bestreichen, nach Belieben mit Sesam bestreuen und 10 bis 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis sie goldbraun sind.


 
 
Für die Lobster-Füllung (reicht je nach Größe des Hummers für zwei üppige Lobster Rolls):

ein gegarter Hummer 

2 EL Mayonnaise
3 EL Schmand
Abrieb einer Bio-Zitrone
Salz und Pfeffer
ggf. etwas Zitronensaft
 
Salat zum Servieren
sowie ggf. die Zitronenspalten

Zubereitung:

Mein Hummer war eingefroren, also bereits tot und vorgegart, sodass ich ihn nur auftauen lassen musste und ihn dann noch einmal kurz gekocht habe. Bevor stand allerdings das auslösen des Fleisches, was eine ziemliche Herausforderung sein kann. Ich habe mir hierzu ein paar Youtube-Videos angesehen, um grob zu wissen, was ich da tue. Da dies aber wirklich laienhaft war, verzichte ich hier auf eine Anleitung.
 
 
Das fertig ausgelöste Hummerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden.

In einer kleinen Schale Mayonnaise und Schmand mischen und mit Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce nach und nach zum Hummerfleisch geben, bis ein gutes Mischverhältnis entstanden ist ‒ es sollte ja nicht zu saucig sein, sondern den Hummer im Vordergrund haben. Erneut mit Salz und Pfeffer sowie ggf. Zitronensaft abschmecken.


Die Brötchen mit Salat und Füllung befüllen, dazu Zitronenspalten reichen.


Habt ihr schon einmal Hummer gegessen? Mögt ihr generell Meeresfrüchte?

Lasst es Euch gut gehen!
Eure










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