Pide mit Lauch und Feta

‟And I do believe your Majesty takes no scorn to wear the leek upon Saint Tavy’s day.”
– ‟I wear it for a memorable honor, for I am Welsh, you know, good countryman.”
– Shakespeare, Henry V

Sagt mal, was ist eigentlich mit dem Lauch passiert? Irgendwann, vor langer Zeit, in einem fernen Land, da war Lauch so beliebt, dass er sogar zum walisischen Nationalsymbol gekührt wurde. Dass sich Legenden und Sagen darum woben. Dass er auf 1-Pound-Münzen geprägt war. Und heute? Ein Schimpfwort unter Jugendlichen und ein kümmerliches Beiwerk in abgepackten Suppengrünzusammenstellungen. Du armer Lauch!

Bei meinem heutigen Rezept steht der Lauch im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Feta wird er zu köstlichen Pide verarbeitet. Ein fluffiger Hefeteig, außen knusprig, gut gefüllt – wer kann da schon widerstehen?


Zutaten für 6 Pide

für den Teig

300 g Mehl (plus etwas mehr zum Arbeiten)
7 g Trockenhefe
1 TL Zucker
1 TL Salz
1/2 TL schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
1 TL Honig
100 ml warmes Wasser
150 g Naturjoghurt
etwas Öl

für die Füllung:

150 g Naturjoghurt
100 g Feta
2 TL Schnittlauch, fein gehackt
1/2 TL Sumach (alternativ abgeriebene Zitronenschale)

100 g Lauch
100 g Feta

etwas Schwarkümmel und/oder Sesam

für den Gewürzhonig:

2 EL Honig
2 TL Olivenöl
1 TL Sesam
1 TL getrockneter Thymian
1 Prise Salz

Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Trockenhefe, Salz, Zucker und Pfeffer in einer Rührschüssel mischen. Den Honig im warmen Wasser auflösen und zur Mehlmischung geben. Den Joghurt zugeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten, ggf. noch etwas Mehl zugeben. Der Teig sollte sich von den Wänden der Schüssel lösen, aber noch recht weich und klebrig sein. Den Teig in eine geölte Schüssel geben und abgedeckt gehen lassen, bis er sein Volumen etwa verdoppelt hat (je nach Temperatur dauert das 45–90 Minuten).

Für die Füllung den Feta in eine Schale zerbröseln und mit dem Joghurt vermischen. Mit Schnittlauch und Sumach würzen und zur Seite stellen. Den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden.


Den Teig mit bemehlten Händen einmal durchkneten und in 6 Stücke teilen (je ca. 90–95 g). Zu Ovalen formen (etwa 18 * 10 cm) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit je 1 EL der Fetamasse bestreichen, dabei ringsherum einen kleinen Rand von ca. 1 cm lassen. Je eine Hand voll Lauch darauf verteilen. Die Enden der Ovale mit Daumen und Zeigefinger leicht zusammendrücken, den Rand ein wenig hochdrücken. Den restlichen Feta darüber zerbröseln und die Pide mit Schwarzkümmel und/oder Sesam bestreuen. Abgedeckt noch einmal rund 30 Minuten gehen lassen.


Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und die Pide auf mittlerer Schiene 12–15 Minuten je nach gewünschter Bräune backen. Alle Zutaten für den Gewürzhonig verrühren und die frischen Pide damit beträufeln.


Dieser Beitrag ist ein großer Meilenstein in meinem Blogger-Dasein. Voller Stolz darf ich nämlich verkünden, dass ich bei „Saisonal schmeckt’s besser“ mitmachen darf. Diese großartige Blogaktion verfolge ich schon seit Jahren und liebe sowohl die Idee als auch die Umsetzung enorm.

Die Auswahl an saisonalem Gemüse im Frühjahr ist riesig. Klar, es ist Spargelzeit, aber lasst uns nicht vergessen, was noch gerade alles bereit zum Verzehr ist: Blumenkohl und Kohlrabi, Spitzkohl und Wirsing, Frühlingszwiebeln, Schalotten und Lauch, Mangold und Spinat, Portulak und Radieschen. Es grünt so grün!

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Lasst es Euch gut gehen!

Eure













7 Kommentare:

  1. Mmmm, das duftet bis hier her. Sehr leckere Idee! Lauch wird echt unterschätzt. ❤ Liebe Grüße, Jana

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  2. Ich mag Lauch auch lieber auf dem Teller und hab noch nie kapiert, warum das arme Ding als Schimpfwort herhalten muss. :D Klingt wunderbar und hätte ich jetzt gerne vor mir.
    LG
    Sabrina

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  3. Liebe Marie-Louise,
    ich liebe ja Pide und deine Lauch-Variante sieht einfach super aus. Würde ich gleich eine Portion nehmen!
    Lieben Gruß,
    Ina

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  4. Solche Fladen sind einfach immer eine tolle Idee! Und bei Lauch kann man bei mir sowieso nie etwas falsch machen. Lieben Gruß Sylvia

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  5. Damit zauberst Du ein bisschen Urlaubsstimmung in die Küche!

    Liebe Grüße aus dem Lebkuchennest

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  6. Und noch einmal Urlaub auf dem Teller in diesen verrückten Zeiten, klingt sehr köstlich

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  7. Das klingt verführerisch und man möchte einfach nur zulangen. Danke für das Rezept und viele Grüße Petra

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