Hühnchen-Pilz-Crumble mit Äpfeln

 

{Das Buch, aus dem dieses Rezept stammt, habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar vom at-Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.}

 

Ein herzhafter Crumble – als ich dieses Rezept las, wusste ich sofort, dass ich das ausprobieren muss. Eine cremige Masse mit Hühnchen, Pilzen und Apfel, überbacken von goldenen Streuseln mit Käse, oh wie wunderbar!

 

In diesem deftigen Gericht wird tatsächlich nur ein einziger Apfel verarbeitet, der das Gericht aber ganz besonders abrundet. Zusätzlich kommt aber auch Cider (oder alternativ Apfelwein) zum Einsatz und schafft die Basis für eine tolle Sauce. Ein absolut überzeugendes Herbstgericht, basierend auf dem Rezept für Huhn-Apfel-Crumble von James Rich.

 

Zu den Zutaten:

 

Das einzige Problem in diesem Rezept ist das Senfpulver, zumindest fand ich dieses in keinem Laden und musste letztlich bei einem Import für britische Lebensmittel bestellen. Aber: Das hat sich kaum gelohnt, vom Senfpulver schmeckt man unserer Meinung nach so gut wie nichts, das könnte man also auch einfach weglassen.


Die übrigen Grundzutaten, und das finde ich immer ungemein erfreulich, findet man fast alle auf jedem regionalen Wochenmarkt: Möhren, Sellerie, Pilze, Zwiebeln, Äpfel und Hühnchen sowie einen kräftigen Käse. Den Großteil der übrigen Zutaten habe zumindest ich meist zuhause: Mehl, Butter, Öl. Und den Rest, den bekommt man in jedem Supermarkt.

 

Beim Apfel habe ich mich für einen säuerlichen Gravensteiner entschieden.


Da wir keinen Sellerie mögen habe ich mich bei der Umsetzung für mehr Pilze entschieden. Und den trockenen Cider habe ich durch einen alkoholfreien Apfelwein ersetzt. 

 

Das Rezept schlägt beim Hühnchen Schenkelfleisch vor, das man entbeint und ohne Haut benötigt. Manche Metzger bieten einem an, das zu übernehmen. Ich habe selbst entbeint und finde es immer sehr viel Arbeit (ich bin aber auch sehr ungeübt!) – aber es ist eine Arbeit die sich lohnt. Hühnchenbrust wäre sicher einfacher und würde auch schmecken, vielleicht nur nicht ganz so gut.

 

Es ist dann etwas passiert, das mir selbst irgendwie etwas seltsam vorkommt: Es waren mir zu viele Streusel. Dadurch wurde das Gericht sehr, sehr mächtig und mir ein bisschen zu teigig. Für das Rezept unten habe ich die Streuselmenge daher auf zwei Drittel reduziert, Euch aber auch die Originalmengen angegeben, so habt ihr selbst die Wahl.  

 



Zur Zubereitung:

 

Die Zubereitung zieht sich etwas. Gerade wenn man das Hühnchen selbst entbeint, aber auch sonst: alles kleinzuschneiden und nach und nach anzubraten, das dauert. Am Ende muss der Crumble dann aber auch nur noch 25 Minuten backen und steht dann schon auf dem Tisch.

 

Eigentlich soll in der Pfanne erst das Gemüse angebraten werden und dann das Fleisch dazugegeben und knusprig angebraten werden. Mir war die Pfanne aber mit dem Gemüse schon viel zu voll und ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich das Hühnchen dort noch scharf anbraten kann. Also habe ich das Gemüse erst einmal wieder rausgenommen und später alles zusammengefügt. Dadurch waren besonders die Möhren aber noch eher bissfest. Wer das nicht mag, sollte ein paar Minuten zugeben.




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Zutaten:
  • Öl zum Braten
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Möhren
  • 300 g Champignons (eigentlich 100 g und 2 Stangen Sellerie)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 350 g Hühnchenschenkelfleisch, entbeint und ohne Haut
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1 TL Oregano
  • 1 EL Senf
  • 200 ml Apfelwein (bei mir alkoholfrei, im Original Cider)
  • 100 g Crème fraîche 
  • Salz und Pfeffer
     
    für die Streusel (Originalmenge in Klammern):
     
  • 100 (150) g Butter
  • 160 (250) g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1 TL Senfpulver
  • 100 (150) g Greyerzer
  • 20 (30) g gemahlene (eigentlich gehackte) Haselnüsse
 
Zubereitung:
  1. Die Zwiebel und die Möhren würfeln, die Champignons (und ggf. den Sellerie) in Scheiben schneiden, den Knoblauch pressen, das Hühnchenfleisch in mundgerechte Stücke schneiden, den Apfel entkernen, nach Geschmack schälen und je nach Größe in acht oder 16 Spalten schneiden.
  2. Etwas Öl in einer gusseisernen Pfanne erhitzen. Zwiebel und Möhren (und ggf. den Sellerie) zugeben und für fünf Minuten anbraten. Knoblauch und Champignons zugeben und weitere 3 Minuten braten. Alles aus der Pfanne in ein anderes Gefäß geben und zur Seite stellen.
  3. Erneut etwas Öl in die Pfanne geben und das Hühnchenfleisch mit dem Oregano zugeben und in 10 Minuten kross anbraten. Das Gemüse wieder zugeben. Die Apfelspalten dazugeben.
  4. Den Senf einrühren, dann den Apfelwein (bzw. Cider) hinzufügen und bei starker Hitze alles rund 3 Minuten sprudelnd einkochen lassen.
  5. Vom Herd nehmen und die Crème fraîche einrühren; mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Den Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Streusel zubereiten.
  7. Hierfür Mehl mit Senfpulver und Salz mischen. Die Butter in kleinen Würfeln hinzugeben und mit den Fingern in die Mehlmischung einarbeiten, bis Krümel entstehen. Den Greyerzer und die gemahlenen Haselnüsse unterrühren.
  8. Die Streusel auf der Hühnchenmasse verteilen und den Crumble im Ofen in rund 25 Minuten goldbraun backen.
  9. Nach Belieben mit Gemüse nach Wahl oder einem knackigen Salat servieren.
Wir fanden die Idee für einen herbtslichen Crumble unglaublich einfallsreich und können uns gut vorstellen, damit mehr zu experimentieren. Definitiv eine gelungene Abwechslung zu herkömmlichen Pies, wenn auch näher damit verwandt als mit gewöhnlichen Crumbles. Ein perfektes herbstliches Wohlfühlessen! 
 


Eure











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