Sardinen ausnehmen

1 kg filetierte Sardinen - das stand im Rezept und stellte mich vor eine unlösbare Aufgabe. Denn nirgends fand ich frische Sardinen. Nur bereits eingelegte, in Öl und mit Kräutern, gab es in Gläschen oder Döschen zu kaufen. Und unfiletierte frische Sardinen. Nunja, aber eben nicht nur nicht filetiert, sondern auch noch mit Kopf und allen Innereien. Kurz entschlossen kaufte ich ein Pfund davon und war hochmotiviert und total entschlossen nun das erste Mal in meinem Leben Fische auszunehmen.

Ich schaute mir also zwei Youtube-Videos an ( > dieses < und > dieses <) und habe mich dann damit versucht. Photographisch begleitet wurde das Ganze von meinem Freund, da ich natürlich nicht mit meinen Fischfingern die Kamera bedienen wollte...

Zuerst habe ich die Sardinen gut gewaschen und auf Küchenpapier trocken getupft.


Dann nimmt man den Fisch in die Hand, sodass der Bauch nach oben zeigt.

Nun drückt man den Kopf nach unten, bis die Kiemen leicht zu erkennen sind.


Nun kommt tendenziell der unangenehmste Teil: Man fährt von den Kiemen aus mit dem Zeigefinger mittig durch den Fisch bis zum Schwanz und entfernt damit vorsichtig alle Innereien.



Damit ist der Fisch ausgenommen und kann nun filetiert werden. Dafür fährt man mit dem Daumen mehrfach vorsichtig an der Mittelgräte entlang, bis man den Fisch gut aufklappen kann.



Nun kann man die Mittelgräte vorsichtig anheben und lösen. Schwanzflosse und Kopf lassen sich dann ebenfalls gut entfernen.


Und so hat man das Sardinenfilet. Dieses sollte man am Ende noch einmal unter fließendem Wasser gut abspülen.



Und so sieht es dann 25 Fische später aus.
Ich weiß nicht genau wie die Bilder wirken, aber das Ausnehmen der Fische ist wirklich nicht so schlimm, wie ich zuvor befürchtet hatte. Ich hatte zum einen die Sorge, dass ich irgendwas falsch machen würde und mir die Fische zerfallen, ich die Innereien nicht entfernt bekomme und daran total verzweifle - aber das war nicht der Fall, das Ausnehmen war wirklich leicht.
Zum anderen hatte ich die Befürchtung, dass ich das Ausnehmen irgendwie als unangenehm und "ekelhaft" empfinden könnte, auch weil ich es in den Videos wirklich nicht schön fand. Aber auch das war überraschenderweise für mich überhaupt nicht der Fall. Es war irgendwie ganz normal. Und es macht einem sehr viel bewusster mit was man da eigentlich arbeitet: Mit Tieren. Filets schwimmen eben nicht im Wasser.

Die weitere Zubereitung sehr ihr > hier <.






0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn Du magst, dann hinterlasse mir doch einen Kommentar – ich würde mich freuen!

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von Dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

 

Beliebte Beiträge

Ich gehöre auch zu...