Rezension: Made in London

“If New York is the city that never sleeps, London is the city that lives to eat.”
– Leah Hyslop


London. Keine andere Stadt lässt mein Herz so hoch schlagen. Ich war, seit ich das erste Mal dort war, verzaubert. Meine Begeisterung für diese Stadt in Worte zu fassen, ist schwierig. London ist für mich ein großer, bunter, beeindruckender Sammelkasten voller Skurilitäten. Jeder Stadtteil, jede größere Straße, jede Ecke ist einzigartig und anders. Die Portobello Road in Notting Hill oder die Brick Lane im East End, Hammersmith oder Paddington, Camden oder Greenwich. Was außerdem überwältigend ist, und mein Herz sofort erobern konnte? Das Essen in London! Es gibt überall Essen. Auch das ist bunt zusammengewürfelt, von klassisch englisch bis zu internationalen Leckereien.

Zum Buch:

Leah Hyslop
Made in London. Das Kochbuch.
südwest Verlag
304 Seiten, 18,9 x 24,6 cm
25 €

{Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.} 

Erster Eindruck:

Von außen ist das Buch schlicht gehalten: Eine London-Karte im Hintergrund, der Titel in großen Buchstaben dominierend. Schwarz-weiß-rot. Schlicht und stilvoll. Das zieht sich auch durch die Innengestaltung. Stadtkarten werden immer wieder aufgegriffen, vieles ist in schwarz-weiß gehalten. Hervor stechen die Rezeptbilder, die farbenfroh, aber nicht erschlagend sind und mir wirklich gut gefallen. Zu Beginn – und immer wieder zwischendrin – gibt es viel Text. Es ist nicht nur ein Kochbuch, es widmet sich auch der Geschichte des Landes und der Stadt.


Inhaltsverzeichnis und Inhalt:

Nach der Einführung (u. a. mit Zutatenkunde) gibt es sieben Kapitel mit Rezepten: Frühstück & Brunch, Vorspeisen & Snacks, Fünfuhrtee, Lon-Dinner, Desserts, London bei Nacht und London flüssig.
Zwischendrin wird zu bestimmten Themen eine Auswahl an Lieblingsorten der Autorin gegeben, wie die 10 besten Coffee-Shops (ich kenne keinen davon), die 10 besten historischen Restaurants (ich kenne keines davon), die 10 besten Bäckereien (ich kenne keine davon) oder die 10 besten Lebensmittelmärkte (ich bin mir sicher bei zweien davon). Das ist eine schöne Idee, die Auswahl ist natürlich stark subjektiv, gibt aber Inspiration für neue Reisen und Orte.

Ausprobiert:

Aus Kapitel 1: Das Grundrezept für Pide / das Grundrezept für Naan / Chelsea Buns


Aus Kapitel 4: Maccheroni mit Käse, Pilzen und Knoblauch-Thymian-Bröseln / Brick-Lane-Curry / Bao-Brötchen mit Schweinefleisch und eingelegten Karotten




 Aus Kapitel 7: Frühstücks-Martini / Königin Mutter-Cocktail


Auf der Ausprobierliste:

Aus Kapitel 1: Pochierte Eier mit Sucuk, Joghurt und Chili-Butter / Omelett mit gezuckerten Garnelen und Sambal und noch weitere Rezepte!

Aus Kapitel 2: Kirsch-Ziegenkäse-Chicorée-Tarte mit Walnussgremolata / geröstete Markknochen mit Petersilien-Zitronen-Salz

Aus Kapitel 3: Zitronen-Lavendel-Scones / Bourbon Biscuits

Aus Kapitel 4: Laap mit Schweinefleisch / Steak-und-Ale-Pie

Aus Kapitel 5: weiße Schokoladencreme mit Safran / Schokoladentarte mit Miso-Karamell

Aus Kapitel 6: knusprige China-Ente mit Pfannkuchen / Ente auf Waffel mit Senf-Ahornsirup

Fazit:

Dieses Buch ist eine wahre Freude. Es zeigt eine facettenreiche Vielfalt großartiger Gerichte. Dabei gibt es sowohl britische Klassiker als auch internationale Gerichte; sowohl bekannte Kombinationen als auch vollkommen neue Ideen. Es fühlt sich an wie ein Bummel über die Streetfoodmärkte Londons mit einem sympathischen Tourguide, der einem interessante Dinge erklärt und die besten Geheimrezepte verrät. Es macht Lust, sofort den Koffer zu packen und London einen längst überfälligen Besuch abzustatten. Solange das nicht möglich ist, gibt es einem jedoch großartige Rezepte an die Hand um die kulinarischen Schätze Londons und der Welt in die eigene Küche, auf den Teller und in den Bauch zu bringen. Die Rezepte sind dabei gut verständlich und kommen ohne viele ungewöhnliche Zutaten aus. Mir hat jedes ausprobierte Rezept gefallen, Curry und Chelsea Buns wird es hier sicher genau so noch öfter geben!

Lasst es Euch gut gehen!

Eure












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